ein paar kartoffeln liegen in zwei aufgehaltenen händen. sie wurden anscheindend frisch gepflückt.

Die Kartoffel verdient Aufmerksamkeit!

In Aktuelles STWe by ARGE Referent O. Kroll

Köln, 16. März 2026: Studierende essen die Knolle – in Nordrhein-Westfalen und bundesweit gegen Lebensmittelverschwendung und für regionale Landwirtschaft

Initiative der Studierendenwerke

Deutschlandweit setzen die Studierendenwerke mit der Initiative „Rettet die Knolle! – Die Studierenden essen die Kartoffeln!“ ein sichtbares Zeichen für Lebensmittelwertschätzung, Nachhaltigkeit und regionale Verantwortung. Ziel ist es, überschüssige Kartoffeln wieder verstärkt dem ursprünglichen Zweck zuzuführen – dem Verzehr – und damit Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, die regionale Landwirtschaft zu unterstützen und Studierende für nachhaltige Ernährung zu begeistern.

Warum diese Initiative jetzt wichtig ist

Im Jahr 2025 gab es in vielen Regionen eine besonders gute Kartoffelernte – eigentlich eine erfreuliche Nachricht. Gleichzeitig konnten Markt und Nachfrage die großen Mengen nicht vollständig aufnehmen: Lager wurden schnell voll, Preise gerieten unter Druck und nicht alle Kartoffeln konnten als Lebensmittel verkauft werden. Dadurch werden überschüssige Mengen teilweise energetisch verwertet oder bleiben unverkäuflich, obwohl sie grundsätzlich für den Verzehr geeignet wären. Die Initiative „Rettet die Knolle!“ setzt genau hier an: Wir möchten die Kartoffel als Lebensmittel wieder sichtbarer machen, Lebensmittelpotenziale nutzen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Studierendenwerke: Verantwortung liegt in deren DNA

Studierendenwerke sind seit jeher Teil der sozialen Infrastruktur an Hochschulen. Tag für Tag versorgen sie Studierende bezahlbar und verlässlich – und tragen gleichzeitig Verantwortung für Ressourcen, Qualität und Nachhaltigkeit. „Rettet die Knolle!“ macht sichtbar, wofür Studierendenwerke stehen: nicht nur wirtschaften, sondern wertschätzen. Nicht nur versorgen, sondern gestalten.

Aktionen der nordrhein-westfälischen Studierendenwerke

Fast alle der 12 Studierendenwerke in NRW sind entweder schon bei der Aktion dabei oder sind in intensiven Vorbereitungen, die bundesweite Aktion tatkräftig zu unterstützen.

Hier ein Auszug der bereits durchgeführten und geplanten Aktionen in den Mensen der Studierendenwerke NRW:

  •  Mehr Kartoffelstampf, Bratkartoffeln, Kartoffelgratins oder Kartoffel-Eintöpfe
  • Spezielle Aktionswochen mit Aktionsgerichten wie zum Beispiel Kartoffelgulasch
  • Ausgabe von gratis Kartoffelsäcken mit Rezepten für die Studierenden
  • Unterstützung der bundesweiten Aktion durch Teilnahme an deren Marketingmaßnahmen
  • Alleine im Studierendenwerk Essen-Duisburg wurden im Jahr 2025 insgesamt knapp 140 Tonnen Kartoffeln verarbeitet, in Dortmund 155 Tonnen.

Plakat aus einer Mensa der NRW-Studierendenwerke

Statements vom Sprecherteam der Arbeitsgemeinschaft Studierendenwerke NRW (ARGE)

Dr. Christoph Holtwisch, Sprecher der ARGE und Geschäftsführer des Studierendenwerks Münster:

„Mit der Aktion „Rettet die Knolle!“ machen die Studierendenwerke in NRW deutlich, wie Gemeinschaftsverpflegung Verantwortung übernehmen kann – für den Wert unserer Lebensmittel, die regionale Landwirtschaft und eine nachhaltige Ernährung. Täglich versorgen unsere Mensen hunderttausende Studierende – eine ideale Gelegenheit, mit einfachen und wirkungsvollen Maßnahmen sichtbare Veränderungen anzustoßen. Die Kartoffel ist dabei ein passender Symbolträger: regional verwurzelt, beliebt und vielseitig einsetzbar“.

Dr. Insa Deeken, stv. Sprecherin der ARGE und Geschäftsführerin des Studierendenwerks Siegen:

„Die Studierendenwerke in NRW stehen für soziale Verantwortung und eine verlässliche Versorgung im Studienalltag. Mit der Aktion „Rettet die Knolle!“ setzen sie ein deutliches Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung und für mehr Nachhaltigkeit auf dem Campus“.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Bildnachweise: Studierendenwerke NRW