portraitfoto des neuen praesidenten des deutschen studentenwerks.

DSW: „Grenzenlos studieren. Europa wählen!“

In Aktuelles ARGE, Aktuelles STWeby ARGE Referent O. Kroll

Aktion zur Europa-Wahl von Hochschulrektorenkonferenz und Deutschem Studentenwerk.

Beide Verbände riefen am 13.03.2019 gemeinsam die Studierenden auf, sich an der Wahl zum Europaparlament am 26. Mai 2019 zu beteiligen. Der Titel des Aktionstages: „Grenzenlos studieren. Europa wählen!“

Politischer Hintergrund

HRK und DSW sind besorgt über den wachsenden Einfluss populistischer und nationalistischer Kräfte in ganz Europa. Gleichzeitig erscheint den meisten jungen Erwachsenen ein anderes als ein friedliches, grenzenloses Europa undenkbar. Freundschaftliche Beziehungen über die Grenzen hinweg und uneingeschränkte Mobilität in Studium und Beruf sind für sie eine Selbstverständlichkeit. Das Brexit-Referendum des Jahres 2016, an dem sich vergleichsweise wenige Britinnen und Briten im Studierendenalter beteiligt haben, hat gezeigt, dass die aktive Stellungnahme zu Europa für die junge Generation dennoch oder gerade deshalb in Frage steht.
Die internationale Zusammenarbeit ist für Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und auch die Studenten- und Studierendenwerke selbstverständlich und gelebte Praxis. Die Kooperationen mit unseren europäischen Nachbarn und Partnern ist besonders eng.

Statement von Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der HRK:

„Europa ist kein Selbstläufer. Wir möchten deutlich machen, wie wichtig diese Wahl für die Zukunft des Einzelnen werden kann. Jeder soll sich selbst befragen, in welchem Europa er oder sie künftig leben will und dann seine oder ihre Stimme abgeben. Im HRK-Senat ist sehr deutlich geworden, dass die Hochschulen tief besorgt sind über den gewachsenen Einfluss populistischer und nationalistischer Kräfte in Europa. Unsere Hoffnung ist, dass die Studierenden sich diesem Trend bei der Wahl aktiv entgegenstellen.“

Statement von Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, Präsident des DSW:

„Die Studierenden sind eine wichtige Stimme gegen Wissenschaftsfeindlichkeit und Populismus in Europa. Sie tun gut daran, diese EU-Wahl sehr ernst zu nehmen und sich für ein Europa des Austauschs und der Vernunft einzusetzen. Auch die Studenten- und Studierendenwerke bekennen sich zu Weltoffenheit und Toleranz.“

Zentraler Aufruf:

HRK und DSW bitten die Hochschulen und Studentenwerke um ihre Unterstützung und haben zu lokalen und regionalen Aktionen aufgerufen. Der gemeinsame Slogan „Grenzenlos studieren. Europawählen!“ soll das Dach bilden für einen starken gemeinsamen Impuls an die Studierenden.

Positionierung der Studenten- und Studierendenwerke 2017 

Im MV-Beschluss im Jahr 2017 „Für ein Europa der wissenschaftlichen Freizügigkeit und des Austausches“ haben sich die Studenten- und Studierendenwerke klar positioniert. Darin heißt es: „In einer Zeit wirtschaftlicher, sozialer und politischer Krisen muss die europäische Integration gemeinsam und solidarisch weiterverfolgt werden. Statt Abschottung nach außen und Ausgrenzung nach innen muss der europäische Gedanke, insbesondere in der Wissenschaft, gestärkt und weiterentwickelt werden. Abspaltungstendenzen und Angriffen auf die Freiheit und Unabhängigkeit von Wissenschaft sollten mit gemeinsamen europäischen Anstrengungen begegnet werden. Eine Schlüsselrolle spielen hier die internationale Wissenschaftskooperation, der Austausch von wissenschaftlichem Nachwuchs sowie die Mobilität der Studierenden.“

das logo der gemeinsamen kampagne von hochschulen und studierendenwerke zur europawahl zu gehen

 

 

 

 

 

Die Pressemitteilung des DSW finden Sie hier:


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