es ist ein studierendenwohnheim neben einem turm und einem kleinen häusschen zu sehen. das wohnheim hat auffallend grüne fensterläden.

Mehr preisgünstige Wohnungen für Studierende

In Aktuelles STWe von ARGE Referent O. Kroll

Köln wird unbezahlbar für Studierende.

Das Kölner Studierendenwerk hat eine Stellungnahme zum IW-Report 36/18 – IW-Studentenwohnheimpreisindex 2018 veröffentlicht.

Die am 8.10.2018 veröffentlichte Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) bestätigt die Erfahrungen und Befürchtungen des Kölner Studierendenwerks. Köln wird unbezahlbar für Studierende mit normaler finanzieller Ausstattung. Dies belastet die Attraktivität der Hochschulstadt Köln enorm. NRW-weit ist Köln die teuerste Hochschulstadt, und die Situation hat sich in den letzten 8 Jahren kontinuierlich verschärft.

Mietpreissteigerungen von über 30 % seit 2010

Der IW-Index weist für Köln im Segment der studententauglichen Wohnungen seit 2010 eine Mietpreissteigerung von über 30% aus. Obwohl das Studierendenwerk in diesem Zeitraum über 500 Wohnheimplätze zusätzlich geschaffen hat, konnte dies den Trend nicht aufhalten.

„Es gibt nur ein Mittel gegen eine weitere Verschlechterung der Situation: Der Bau von preiswerten kleinen Wohnungen muss in Köln viel stärker gefördert werden!“, fordert Jörg J. Schmitz, Geschäftsführer des Kölner Studierendenwerks.

Zu wenig bezahlbare Grundstücke

Neben dem Studierendenwerk mit seinen über 5.000 Wohneinheiten bieten auch andere gemeinnützige Organisationen wie z.B. die Kirchen Studierenden kleine Wohnungen zum Selbstkostenpreis an. „Dies bremst die Mietpreissteigerungen in diesem Marktsegment“, betont Schmitz. Das Kölner Studierendenwerk ist bereit, seinen Wohnungsbestand deutlich zu erhöhen. Leider stehen zu wenige bezahlbare Grundstücke zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es immer wieder Widerstände gegen Wohnheime aus dem nachbarschaftlichen
Umfeld, und die städtischen Genehmigungsprozesse ziehen konkrete Vorhaben in die Länge. Schmitz sieht die öffentliche Hand in der Pflicht:

„Wir müssen diesem Thema in der Stadtpolitik endlich die notwendige Aufmerksamkeit zukommen lassen. Das Studierendenwerk steht für konstruktive Lösungen bereit!“

Weitere Informationen erteilt:

Dr. Klaus Wilsberg
Leiter Unternehmenskommunikation
Tel. 0221 94 265-331, wilsberg@kstw.de


Bildnachweis: Kölner Studierendenwerk