4 Studierende sitzen arbeitend an einem Tisch

Die NRW-Regionalauswertung zur 21. Sozialerhebung

In Aktuelles ARGE von ARGE Referent O. Kroll

Die wirtschaftliche und soziale Lage der nordrhein-westfälischen Studierenden in NRW: 63% arbeiten für Ihren Lebensunterhalt, 333 € beträgt durchschnittlich die Miete, 79% sind auf BAföG angewiesen

Die Arbeitsgemeinschaft Studierendenwerke Nordrhein-Westfalen hat ihre NRW-Regionalauswertung der 21. Sozialerhebung am 14. November veröffentlicht. Das Deutsche Zentrum für Hochschul-und Wissenschaftsforschung (DZHW) wurde von der Arbeitsgemeinschaft im Vorfeld beauftragt, die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer Regionalauswertung gesondert darzustellen. Im Mittelpunkt dieses Berichts stehen somit die Ergebnisse der Studierenden, die im Zuständigkeitsbereich der zwölf NRW-Studierendenwerke an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen studieren.

Kostendruck auf die Studierenden nimmt zu

Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf der 21. Sozialerhebung, die im Sommersemester 2016 vom DZHW für das Deutsche Studentenwerk (DSW) erhoben wurde.
Dieter Timmermann, Präsident des Deutschen Studentenwerks, betont den steigenden Kostendruck für die Studierenden in Deutschland insgesamt: „Der Kostendruck auf die Studierenden nimmt zu, vor allem fürs Wohnen. Die Miete bleibt der größte Ausgabeposten. In vielen Hochschulstädten wird es für Studierende immer schwieriger, preisgünstigen Wohnraum zu finden, wie ihn die Studentenwerke in ihren Wohnheimen anbieten. Gerade Studierende aus weniger vermögenden Haushalten sind dringend auf diese Wohnheimplätze angewiesen.“

Seit 1951 wird mithilfe der „Sozialerhebung“ ein repräsentativer Querschnitt der Studierenden befragt. Die Befragung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. In Nordrhein-Westfalen haben sich über 15.000 Studierende an der Befragung beteiligt, ein deutliches Plus gegenüber der letzten Befragung der 20. Sozialerhebung im Sommersemester 2012. Damals hatten sich knapp 3.000 Studierende an der Befragung beteiligt.

Ausgewählte Ergebnisse

  • Studierende in NRW sind durchschnittlich 25,3 Jahre alt.
  • Falls sie alleine wohnen und wirtschaften, stehen ihnen durchschnittlich 944 Euro pro Monat zur Verfügung.
  • 72% von ihnen sind neben dem Studium erwerbstätig, dies ist für 63% notwendig, um den eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können.
  • 79 % könnten ohne BAföG-Förderung nicht studieren.
  • 333 € zahlen Studierende im Schnitt für ihre Miete, 250 € sieht die BAföG-Pauschale für das Wohnen vor.
  • Zwei Drittel der Studierenden sind insbesondere mit dem Preis/Leistungsverhältnis der Mensen zufrieden.
  • Der Anteil Studierender aus einem nicht-akademischen Haushalt ist in NRW höher (52%) als im deutschen Durchschnitt (48%).
  • Knapp ein Viertel (24%) der Studierenden hat einen Migrationshintergrund
  • Jede(r) Vierte Studierende ist gesundheitlich beeinträchtigt, für 11% wirkt sich dies studienerschwerend aus.
  • Ein Drittel der Studierenden hatte in den letzten zwölf Monaten Beratungsbedarf zu studienbezogenen oder persönlichen Themen, jede(r) Fünfte zu finanzierungsbezogenen Themen.

Die NRW-Regionalauswertung zur 21. Sozialerhebung als PDF.


Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Logo Studierendenwerke NRW

 

 

Olaf Kroll
Referent der Arbeitsgemeinschaft Studierendenwerke NRW

c/o AKAFÖ
Universitätsstr. 150
44801 Bochum

T 0234 32 -11104
H 0151 23738076

arge-nrw@studierendenwerke-nrw.de

Bildnachweis: Deutsches Studentenwerk e.V.