studierende essen in einer modernen mensa und unterhalten sich angeregt

Hochschulsozialpakt: Mehr Geld für Mensen erforderlich

In Aktuelles ARGE, Aktuelles STWe von ARGE Referent O. Kroll

Eine Milliarde Euro für die Mensen der Studierendenwerke werden benötigt.

Das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Verband der 58 Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland, erneuert seine Forderung nach einer Milliarde Euro an staatlichen Zuschüssen im Rahmen eines gemeinsamen Bund-Länder-Hochschulsozialpakts für den Ausbau und die Sanierung der Mensa-Kapazitäten der Studenten- und Studierendenwerke.

Zur Eröffnung der diesjährigen DSW-Mensatagung, dem Jahrestreffen der Mensa-Expertinnen und -Experten beim Studierendenwerk Bonn, erklärte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde:

„Dem Ausbau der Studienplatzkapazitäten der vergangenen Jahre muss angesichts der kontinuierlich hohen Studierendenzahlen nun zwingend auch ein Ausbau der Mensakapazitäten folgen.“

Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen sind erforderlich

Für die kommenden Jahre beziffert das Deutsche Studentenwerk den Finanzbedarf für die wichtigsten Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen auf rund eine Milliarde Euro.

  • 400 Millionen Euro werden für Ausbau- und weitere 450 Millionen Euro für Sanierungsmaßnahmen der Mensen veranschlagt
  • Für den Ausbau der Cafeterien werden 80 Millionen Euro und für deren Sanierung 70 Millionen Euro benötigt
  • Die Mittel sollen für die Ertüchtigung von Kältetechnik und Lüftung, den dringend nötigen Austausch von energieintensiven Geräten sowie die Erweiterung der Räume und Bestuhlung eingesetzt werden
  • Die hochschulgastronomischen Einrichtungen der Studenten- und Studierendenwerke sollen so langfristig als Versorgungs-, Kommunikations- und Lernorte für die Studierenden ausgebaut und erhalten werden

Die hochschulgastronomischen Einrichtungen der Studierendenwerke sind beliebt

  • Gemäß der 21. Sozialerhebung nutzen Männer die Mensa häufiger als Frauen, jüngere Studierende häufiger als ältere.
  • Für gut die Hälfte der Studierenden ist das Mittagessen die Tages-Hauptmahlzeit.
  • Die intensivste Mensanutzung haben internationale Studierende (79%), gefolgt von denen der Ingenieurswissenschaften (76%) sowie der Medizin (74%).
  • Die Zufriedenheit der Studierenden mit der Mensa ist hoch. 63% äußern dies gegenüber dem Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • 73% der Studierenden essen im Laufe einer Studienwoche durchschnittlich dreimal in der Mensa ihres Studenten- oder Studierendenwerks.
  • 37% der Studierenden sind Mensa-Stammgäste.

Situation in Nordrhein-Westfalen

Die Studierendenwerke NRW betreiben über 180 gastronomische Einrichtungen an rund 50 Hochschulstandorten in NRW mit mehr als 47.000 Tischplätzen. 2017 wurden knapp 100 Millionen Euro in den Mensen der Studierendenwerke NRW umgesetzt, bei über 18 Millionen verkauften Mensa-Essen. Die Arbeitsgemeinschaft Studierendenwerke NRW unterstützt die Forderungen des DSW nach einem Hochschulsozialpakt, der die soziale Infrastruktur an den Hochschulen stärken muss – auch im Bereich der Mensen.


Ansprechpartner/-in für die Medien:

Olaf Kroll
Referent der Arbeitsgemeinschaft
Studierendenwerke NRW

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